Wolfsrudel

Erste Maßnahmen gegen Wolfsrudel

LIEBENAU. Wildkameras bei Gmünd in Niederösterreich dokumentieren ganz aktuell die Sichtung einer Wolfsfamilie im Norden Österreichs. Der WWF fordert nun vor allem eine umfassende Informationskampagne.

Einige von ihnen stehen auf einer Waldlichtung, die Köpfe über mehrere am Boden verstreute Äpfel gebeugt. Zumindest vier oder fünf Wölfe wurden zuletzt von Fotofallen abgelichtet. Laut Experten könnten die Eltern der frisch eingereisten Wolfsfamilie aus Polen oder Deutschland stammen. In Liebenau im Bezirk Freistadt, wo die Tiere ebenfalls gesichtet wurden, erlaubt das Land nun sogenannte „Vergrämungsmaßnahmen“. So dürfen, wenn sich ein Wolf einem bewohnten Gebäude auf eine bestimmte Distanz nähert, Gummigeschoße, Lärm und Schreckschussmunition eingesetzt werden.

Der WWF hingegen fordert eine Reihe von Maßnahmen, welche primär der Information und Entschädigung dienen sollen. So spricht man sich für eine umfassende Informationskampagne, ein seriöses „Wolfsmanagement“ der Behörden sowie Entschädigungen und Beratungen für Weidetierhalter aus. Auch erinnert man an den strengen Schutz, dem die Wölfe nach EU-Richtlinien unterstehen.